Obst und Gartenbauverein Unterdietfurt e.V.

Die Schnecke, des Gärtners größter Feind ! Tipps und Tricks vom Profi

Die Schnecke, des Gärtners größter Feind ! Tipps und Tricks vom Profi

Am Abend, des 23.09.2019 trafen sich 37 interessierte Damen und Herren im Gasthaus „Huberwirt“ zum Vortrag: „Die Schnecke, des Gärtners größter Feind!“ vom Obst- und Gartenbauverein Unterdietfurt ein. Über das Thema referierte, sehr humorvoll,  Peter Gasteiger von der Klostergärtnerei Gars a. Inn.

Herr Gasteiger informierte darüber, dass es zwei wesentlich zu unterscheidende Schneckenarten gibt: die „Häuslschnecken“ und die „Nacktschnecken“. Die „Häuslschnecken“ sind bis auf wenige Ausnahmen (Madagaskar-Schnirkelschnecke) sehr nützlich und daher schützenswert.

Die Nachtschnecken, vor allem die Span. Wegschnecke, hingegen sind die größten Feinde der jungen, zarten Pflänzchen. Die Tatsache, dass die Schnecke über eine Raspelzunge mit zahlreichen Zähnen zum Abschaben von Nahrung besitzt und diese bis zu sieben Mal nachwachsen können, ist die ärgerlichste Eigenschaft dieser Tiere. Hat eine Pflanze eine gewisse Größe erreicht, dann ist diese für die Schnecke nicht mehr schmackhaft und steht somit nicht mehr auf deren Speiseplan.

Ganz wichtig sei es die „Altschnecken“ in den Wintermonaten im Garten aufzuspüren und zu vernichten, denn diese, und nur diese, sind das ganze Jahr über für die Nachzucht (ca. 80 Eier alle 3 Wochen) zuständig. Sie paaren sich im Frühjahr einmal und das reicht für das restliche Jahr über. Eine Schnecke kann bis zu 9 Jahre alt werden, sofern sie nicht von künstlichen (Schneckenkorn, Bierfalle, Nematoden, etc.) oder natürlichen (Kröten, Igeln, Hühnern, Laufenten, Blindschleichen ) Feinden vorher getötet wird.

Um dieser Plage einigermaßen Herr zu werden, empfiehlt es sich, weitgehend auf natürliche Abwehrmethoden zurückzugreifen. Dies sei in indirekter Weise eine optimale Platzwahl der Beete, feinkrümelige Bodenbearbeitung, Gießen, Mulchen, Kompostanwendung, Förderung „natürlicher“ Gegenspieler (Unterschlupf für z.B. Igel), „Feindpflanzen“ (z.B. Kapuzinerkresse = Aromapflanze). In direkter Weise empfiehlt sich ein regelmäßiges Absammeln (aber zu unterschiedlichen Tageszeiten), Köder, Schutzstreifen, Schneckenzaun, Schneckenjauche, Enten- und Hühnerhaltung, chemisch-synthetische Mittel.

Mit einem Gärtnerwitz beendete Herr Gasteiger den äußerst humorvollen zweistündigen Vortrag.