Obst und Gartenbauverein Unterdietfurt e.V.

Obst- u. Gartenbauverein entdeckt den „Mienbacher Waldgarten“

Obst- u. Gartenbauverein entdeckt den „Mienbacher Waldgarten“

Der Obst- und Gartenbauverein Unterdietfurt unternahm am Freitag, den 20.09.2019 einen Halbtagesausflug. In Fahrgemeinschaften wurde der „Mienbacher Waldgarten“ bei Reisbach  von 15 Personen angesteuert. Hier empfing uns Hannelore Zech, die Leiterin der Selbstversorger-Akademie. Als ausgebildete Permakultur-Beraterin mit reichem Pflanzenwissen und Selbstversorger-Erfahrungsschatz gab sie einen Teil ihres Wissens in ihrem Lehr- und Schaugarten der permakulturellen Selbstversorgung und Ihrer Nutztier Arche (Erhaltung gefährdeter Nutztierrassen durch Erhaltungszucht und Erhaltung durch Aufessen) an uns weiter.

So erfuhren wir, was wir uns unter der „Permakultur“ vorzustellen haben. Hier wird der Natur freier Lauf gelassen, d.h. Ziel ist es die Schaffung und Erhaltung von einem dauerhaften, zukunftsfähigen, ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Systems bzw. Lebensräumen. Es werden überwiegend mehrjährige Gemüsesorten, Kräuterarten, etc. gepflanzt. Auf umgraben, hacken und Unkraut jäten wird verzichtet. Es wird mehrmals jährlich mit ökologischem Material (Rasenschnitt, Mist od. eigens hergestelltem Terra Preta-Dünger) gedüngt. Und beinahe ganzjährig nachgepflanzt. Hauptaugenmerkt der Gärtnerin ist ein gesunder Boden und robuste Pflanzen.

Zwischen unterschiedlichen Hochbeeten, Hügelbeeten und Gewächshäusern befanden sich noch diverse gefährdete alte Nutztierrassen, wie etwa deutsche Peckingente, Seidenhühner, Cochin, russische Orloff, Sperberhühner, Mangalitza Schweine, Angorakaninchen und Deutsche Großsilber.

Im etwas höher gelegenen Bereich der Anlage befand sich der Waldgarten-Bereich. In dem von Wurzelpflanzen, zu Bodendeckern, zu Kräutern, zu Beerensträuchern, zu Obstbäumen und zu Weinreben alles zu finden war.

Weiters entdeckten wir eine Kupferpyramide, welches ein Element aus der „Agnikultur“ ist. Diese Pyramide ist genordet und optimal auf den maximalen Ertrag ausgerichtet, allerdings alles ohne Dünger und Bewässerungssystem.

Im Anschluss führte uns Frau Zech an einen etwas höher gelegenen, sonnigen Platz im Waldgartenbereich, welcher nur aus ein paar großen Natursteinen,  umringt von Bäumen und Sträuchern, bestand. Hier trifft man sich, um mit der Natur ganz im Einklang zu sein.

Abschließend durften wir noch einen selbstgebauten Dörrautomaten, der nur mit Sonnenenergie betrieben wird, und einen kleinen aus Lehm und Kuhmist gebauten Ofen bestaunen.

Nach dieser sehr informativen Führung begab sich die Reisegruppe zum „Thalhauser Hof“ bei Mariakirchen, um den Nachmittag in gemütlicher und kulinarisch angenehmer Atmosphäre ausklingen zu lassen.